Zum Inhalt springen
Unsere Mission

Warum wir das so machen

Eine Beschriftung am Schaufenster hängt ein paar Jahre. Das Material, aus dem sie besteht, bleibt sehr viel länger. Aus diesem Unterschied ist ecowerk entstanden.

Was an PVC das Problem ist

Ein Werbebanner aus PVC ist kein sortenreiner Kunststoff, sondern ein Verbund: ein Polyestergewebe, beidseitig beschichtet. Gewebe und Beschichtung lassen sich nicht sauber trennen. Das sagt nicht die Umweltbewegung, das schreiben die Planenhersteller selbst.

Wie schwer das wiegt, zeigt ein italienisches Beispiel. In Ferrara stand die europäische Anlage, die genau dieses Material zurückgewinnen sollte. 2018 wurde sie geschlossen. Wo PVC-Planen heute gesammelt werden, entstehen daraus Rasengitter, Reitplatzmatten und Gewächshausböden. Das ist Downcycling, kein Kreislauf.

Was es heute wirklich gibt

Der wichtigste Punkt: Es geht. Für fast jede Anwendung existiert ein Material ohne PVC, das im Alltag funktioniert.

  • Mesh und Textilbanner aus reinem Polyester. Ein Monomaterial statt eines Verbunds, schwer entflammbar zertifiziert.
  • Recycling-Hohlkammerplatten für Bauschilder und temporäre Beschilderung.
  • Platten aus Papier und Wabenkarton für Innenräume, Messebau und Aufsteller.
  • Biobasierte Platten aus Hanf und PLA für Beschilderung ohne Brandschutzauflagen.
  • Aluminium-Verbund mit mineralischem Kern für alles, was zwanzig Jahre bleiben soll.
  • Folien aus Polypropylen, Polyurethan oder Polyester für Schaufenster und Glas.

Was das kostet

Wir würden gern schreiben, dass es keinen Unterschied macht. So einfach ist es nicht.

Beim fertigen Banner hängt es vom Lieferanten ab und davon, ob ein Brandschutznachweis verlangt wird. Es gibt Anbieter, bei denen ein PVC-freies Mesh dieselbe Preisstaffel hat wie die PVC-Plane. Bei anderen kostet das zertifizierte Textil rund das Doppelte, wobei der größere Teil auf das Zertifikat entfällt und nicht auf das Material. Bei selbstklebenden Folien ist PVC-frei derzeit klar teurer.

Was den Unterschied kleiner macht: Material ist nur ein Teil der Rechnung. Druck, Konfektionierung, Anfahrt und Montage fallen gleich an. Ein Aufschlag beim Material schlägt deshalb nie in voller Höhe auf den Endpreis durch. Was in deinem Fall herauskommt, rechnen wir dir vorher aus, mit beiden Varianten nebeneinander.

Und der CO2-Fußabdruck?

Hier sind wir vorsichtiger, als es üblich ist. Vergleicht man die reinen Rohstoffe, liegen PVC, PET und PLA nah beieinander. Für eine PVC-Werbeplane gibt es überhaupt keine veröffentlichte Ökobilanz. Wer dir für ein Banner eine CO2-Zahl nennt, sollte dazusagen, was er gerechnet hat.

Belegen lässt sich etwas anderes: Ein Mesh aus Polyester wiegt rund halb so viel wie eine Frontlit-Plane. Weniger Material heißt weniger Rohstoff und weniger Rest am Ende. Der größte Hebel ist ohnehin die Nutzungsdauer. Ein Banner, das nach zwei Wochen im Container landet, ist in jeder Rechnung das schlechteste Produkt.

Deshalb fragen wir zuerst, wie lange etwas hängen soll. Wenn ein Schild zehn Jahre draußen bleibt, kann die langlebige Lösung besser sein als die vermeintlich grünere, die nach einem Jahr ersetzt wird. Das sagen wir dir auch dann, wenn es gegen unser eigenes Angebot spricht.

Gräsermotiv auf der Panoramascheibe vor der Vinschgauer Bergkette